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Sichere Passwörter – 11 Regeln für Ihre Passwortsicherheit

Sichere Passwörter – 11 Regeln für Ihre Passwortsicherheit

Niklas Hanitsch

Volljurist und Compliance-Experte

10 Sep 2026

4 min

Als Jurist mit langjähriger Erfahrung als Anwalt für Datenschutz und IT-Recht kennt Niklas die Antwort auf so gut wie jede Frage im Bereich der digitalen Compliance. Er war in der Vergangenheit unter anderem für Taylor Wessing und Amazon tätig. Als Gründer und Geschäftsführer von SECJUR, lässt Niklas sein Wissen vor allem in die Produktentwicklung unserer Compliance-Automatisierungsplattform einfließen.

Key Takeaways

Viele Nutzer verwenden einfache und häufig gleiche Passwörter für verschiedene Dienste, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.

Veraltete Passwortregeln wie die 8-Zeichen-Regel reichen nicht mehr aus, um ausreichende Sicherheit zu gewährleisten.

Aktuelle Passwortsicherheitsstandards empfehlen längere Passwörter, die eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen enthalten, und raten davon ab, echte Wörter oder persönliche Informationen zu verwenden.

Es ist hilfreich, für jedes Konto ein anderes Passwort zu verwenden und Passwort-Manager zur Verwaltung komplexer Passwörter einzusetzen.

Fast täglich werden neue Cyber-Security-Vorfälle bekannt, bei denen empfindliche personenbezogene Daten veröffentlicht und missbraucht werden. Grund dafür sind häufig mangelhafte Maßnahmen zur Daten- und Passwortsicherheit, die Dritten den Zugang erleichtern. Mittlerweile brauchen gut ausgerüstete Hacker zur Entschlüsselung komplexer, 8-stelliger Passwörter gerade mal acht Stunden.

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In diesem Text lesen Sie:

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  • welche Regeln zu Passwörtern überholt sind
  • was Sie nun bezüglich Passwörtern beachten sollten
  • welche Eselsbrücke Ihnen helfen kann, sich an Passwörter zu erinnern

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Leider gehören die Passwörter „1234“, „passwort“ oder „geheim“ immer noch zu den unsichersten und dennoch zu beliebtesten Passwörtern der deutschen Nutzer. Auch das vermeintlich komplexere „Pa$$w0rt“ bietet nicht mehr Schutz. Laut einer repräsentativen Umfrage von web.de verwenden 61 % der Nutzer zudem dasselbe Passwort für alle Online-Dienste. Grund dafür ist, dass sie von der Masse der Passwörter, die sie sich in der Verwendung digitaler Kanäle merken müssen, schlichtweg genervt sind und noch weniger auf adäquate Passwortvergabe achten (wollen).

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Auch in Unternehmen wird dieses Verhalten weitergeführt. Dabei kann sich ein Missbrauch von Passwörtern und den Daten, die geschützt werden sollen, als existenzbedrohend erweisen. Ein gutes Passwortmanagement ist daher unerlässlich.

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Diese alten Regeln für sichere Passwörter können Sie vergessen

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Jahrelang wurden die immer gleichen Passwortregeln gepredigt, empfohlen von Bill Burr, Mitarbeiter der US-Behörde National Institute of Standard and Technology (NIST): 8 Zeichen, mindestens eine Ziffer, ein Sonderzeichen und Änderung alle 90 Tage. Nun rudert er zurück und verweist auf die aktuellen Empfehlungen des NIST.

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Was aktuell bei der Passwortsicherheit beachtet werden sollte

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Das beste Datenschutz-Konzept ist hinfällig, wenn eine Grundsicherheit durch eine sichere Passwortvergabe nicht gegeben ist. Darauf sollten Sie bei der Wahl achten:

  1. Je länger, desto besser. Wir empfehlen eine Mindestlänge von 12 Zeichen.
  2. Nutzen Sie alle verfügbaren Zeichen. Groß- und Kleinbuchstaben ebenso wie Sonderzeichen.
  3. Das Anhängen von Sonderzeichen an simple Passwörter reicht allerdings nicht aus.
  4. Das vollständige Passwort sollte nicht im Wörterbuch vorkommen. Verwenden Sie auch keine Geburtsdaten, Namen von Familienmitgliedern, Haustieren oder gängige Muster wie „qwert“, „abcd“ oder „12345“.
  5. Seien Sie kreativ!
  6. Nutzen Sie für jedes Konto ein anderes Passwort.
  7. Ändern Sie voreingestellte Passwörter.
  8. Vermeiden Sie es, Passwörter über unverschlüsselte E-Mail und Social-Media-Kanäle zu verschicken.
  9. Haben Sie die Befürchtung, sich die Passwörter nicht merken zu können, verwenden Sie Passwort-Manager.
  10. Die wichtigsten Passwörter sollten geändert werden, sofern Sie Bedenken bezüglich Ihrer aktuellen Cyber-Security haben.
  11. Achten Sie darauf, dass bei Änderungen die Komplexität der Passwörter nicht leidet.

SECJUR-Tipp: Kompliziertes Passwort mit dieser Eselsbrücke merken!

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Anwendungstipp: Denken Sie sich einen langen, möglichst sinnfreien Satz als Eselsbrücke aus und benutzen jeweils nur die ersten oder die ersten beiden Buchstaben und ersetzen willkürlich Buchstaben durch Sonderzeichen oder Ziffern. Ein Beispiel des BSI:

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"Morgens stehe ich auf und putze mir meine Zähne drei Minuten lang." Nur die ersten Buchstaben: „MsiaupmmZdMl“. „i und l“ sieht aus wie „1“, „&“ ersetzt das „und“: „Ms1a&pmmZ3M1“.

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Wenn Sie diese Tipps für sichere Vergabe und geschützten Umgang mit Passwörtern beachten, machen Sie es Hackern nahezu unmöglich, an Ihre Daten zu gelangen.

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Welche Faktoren Sie in Ihrem Unternehmen noch zur Sicherheit der Unternehmensdaten beachten sollten, erklären wir Ihnen und Ihren Mitarbeitern als externer Datenschutzbeauftragter in Mitarbeiterschulungen und regelmäßigen Audits. Kontaktieren Sie uns noch heute für ein unverbindliches Angebot!

Niklas Hanitsch

Als Jurist mit langjähriger Erfahrung als Anwalt für Datenschutz und IT-Recht kennt Niklas die Antwort auf so gut wie jede Frage im Bereich der digitalen Compliance. Er war in der Vergangenheit unter anderem für Taylor Wessing und Amazon tätig. Als Gründer und Geschäftsführer von SECJUR, lässt Niklas sein Wissen vor allem in die Produktentwicklung unserer Compliance-Automatisierungsplattform einfließen.

Über SECJUR

SECJUR steht für eine Welt, in der Unternehmen immer compliant sind, aber nie an Compliance denken müssen. Mit dem Digital Compliance Office automatisieren Unternehmen aufwändige Arbeitsschritte und erlangen Compliance-Standards wie DSGVO, ISO 27001 oder TISAX® bis zu 50% schneller.

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