Internationale Norm mit Leitlinien zum Schutz personenbezogener Daten in öffentlichen Cloud-Diensten. Sie richtet sich an Cloud-Anbieter, die als Auftragsverarbeiter tätig sind, und ergänzt die Maßnahmen aus ISO/IEC 27002.
ISO/IEC 27018 ist keine eigenständig zertifizierbare Managementsystemnorm. Sie ergänzt die Maßnahmen aus ISO/IEC 27002 um Vorgaben für Cloud-Anbieter in der Rolle des Auftragsverarbeiters und wird im Rahmen einer Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 mitgeprüft.
Behandelt werden unter anderem Weisungsbindung gegenüber dem Kunden, Transparenz über Unterauftragnehmer und Speicherorte, Umgang mit Behördenanfragen, Rückgabe und Löschung von Daten sowie die Zweckbindung, insbesondere das Verbot, Kundendaten für eigene Werbezwecke zu nutzen.
Die Norm ist ein technisch-organisatorischer Rahmen, kein Rechtsnachweis. Eine Konformität mit ISO/IEC 27018 ersetzt weder den Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO noch eine Transfergrundlage für Drittländer. Sie ist ein Baustein bei der Auswahl eines Anbieters und bei der Begründung der Maßnahmen nach Art. 32.
Nicht eigenständig. Die Norm wird im Rahmen einer Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 mitgeprüft.
Nein. Der Vertrag nach Art. 28 DSGVO bleibt erforderlich, ebenso eine Transfergrundlage bei Drittlandbezug.