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ISO 27018 (Schutz personenbezogener Daten in der Cloud)
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ISO 27018 (Schutz personenbezogener Daten in der Cloud)

Internationale Norm mit Leitlinien zum Schutz personenbezogener Daten in öffentlichen Cloud-Diensten. Sie richtet sich an Cloud-Anbieter, die als Auftragsverarbeiter tätig sind, und ergänzt die Maßnahmen aus ISO/IEC 27002.

Zuletzt geprüft
September 11, 2026
Lesedauer
Kurzdefinition
Internationale Norm mit Leitlinien zum Schutz personenbezogener Daten in öffentlichen Cloud-Diensten. Sie richtet sich an Cloud-Anbieter, die als Auftragsverarbeiter tätig sind, und ergänzt die Maßnahmen aus ISO/IEC 27002.

Einordnung

ISO/IEC 27018 ist keine eigenständig zertifizierbare Managementsystemnorm. Sie ergänzt die Maßnahmen aus ISO/IEC 27002 um Vorgaben für Cloud-Anbieter in der Rolle des Auftragsverarbeiters und wird im Rahmen einer Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 mitgeprüft.

Themen der Norm

Behandelt werden unter anderem Weisungsbindung gegenüber dem Kunden, Transparenz über Unterauftragnehmer und Speicherorte, Umgang mit Behördenanfragen, Rückgabe und Löschung von Daten sowie die Zweckbindung, insbesondere das Verbot, Kundendaten für eigene Werbezwecke zu nutzen.

Verhältnis zur DSGVO

Die Norm ist ein technisch-organisatorischer Rahmen, kein Rechtsnachweis. Eine Konformität mit ISO/IEC 27018 ersetzt weder den Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO noch eine Transfergrundlage für Drittländer. Sie ist ein Baustein bei der Auswahl eines Anbieters und bei der Begründung der Maßnahmen nach Art. 32.

Häufige Fragen

Kann man sich nach ISO 27018 zertifizieren lassen?

Nicht eigenständig. Die Norm wird im Rahmen einer Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 mitgeprüft.

Ersetzt ISO 27018 den Auftragsverarbeitungsvertrag?

Nein. Der Vertrag nach Art. 28 DSGVO bleibt erforderlich, ebenso eine Transfergrundlage bei Drittlandbezug.

SECJUR-Bezug