Ein IT-Grundschutz-Baustein ist die kleinste inhaltliche Einheit des IT-Grundschutz-Kompendiums des BSI. Jeder Baustein beschreibt für ein bestimmtes Zielobjekt die typische Gefährdungslage und die daraus abgeleiteten Sicherheitsanforderungen.
Bausteine übersetzen die Methodik der BSI-Standards in konkrete Anforderungen. Wer ein Zielobjekt modelliert, ordnet ihm die passenden Bausteine zu und arbeitet deren Anforderungen ab.
Ein Baustein nennt Zielsetzung und Abgrenzung, benennt die Rollen, die für die Umsetzung zuständig sind, beschreibt die spezifische Gefährdungslage und listet die Anforderungen in drei Stufen: Basis-Anforderungen, die vorrangig zu erfüllen sind, Standard-Anforderungen für den normalen Schutzbedarf und Anforderungen für erhöhten Schutzbedarf.
Die Bausteine sind in Schichten gegliedert: ISMS, ORP für Organisation und Personal, CON für Konzepte und Vorgehensweisen, OPS für den Betrieb, DER für Detektion und Reaktion, APP für Anwendungen, SYS für IT-Systeme, IND für industrielle IT, NET für Netze und Kommunikation sowie INF für Infrastruktur. Das Kompendium wird jährlich fortgeschrieben.
Nein, die Zuordnung ist nicht eins zu eins. Ein Baustein ist zielobjektbezogen und enthält mehrere Anforderungen, die sich auf verschiedene Controls des Anhangs A abbilden lassen.