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CAPA (Corrective and Preventive Action)
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CAPA (Corrective and Preventive Action)

Corrective and Preventive Action

CAPA (Corrective and Preventive Action) bezeichnet ein System aus Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen. Korrekturmaßnahmen beseitigen die Ursache einer eingetretenen Abweichung, Vorbeugemaßnahmen die Ursache einer möglichen, noch nicht eingetretenen Abweichung.

Zuletzt geprüft
September 11, 2026
Lesedauer
Kurzdefinition
CAPA (Corrective and Preventive Action) bezeichnet ein System aus Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen. Korrekturmaßnahmen beseitigen die Ursache einer eingetretenen Abweichung, Vorbeugemaßnahmen die Ursache einer möglichen, noch nicht eingetretenen Abweichung.

Der Begriff stammt aus dem regulierten Umfeld der Medizinprodukte- und Pharmaindustrie und beschreibt dort einen formal dokumentierten Prozess.

Ablauf

Ein CAPA-Prozess folgt typischerweise diesen Schritten: Erfassung und Beschreibung des Problems, Sofortmaßnahmen zur Eindämmung, Bewertung der Auswirkung, Ursachenanalyse etwa mit Ishikawa-Diagramm oder der 5-Warum-Methode, Festlegung und Umsetzung der Maßnahmen, Wirksamkeitsprüfung und Abschluss mit Dokumentation.

Normbezug

ISO 13485 regelt Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen in den Abschnitten 8.5.2 und 8.5.3, in den USA verlangt 21 CFR 820.100 ein CAPA-System. ISO 9001 und ISO/IEC 27001 kennen seit den Ausgaben 2015 beziehungsweise 2013 keinen eigenen Abschnitt zu Vorbeugungsmaßnahmen mehr; deren Funktion ist in das risikobasierte Denken und die Planung nach Kapitel 6 übergegangen. In diesen Systemen ist daher von Korrekturmaßnahmen die Rede.

Häufige Fragen

Gibt es CAPA in der ISO 27001?

Der Begriff wird dort nicht verwendet. ISO/IEC 27001 verlangt Korrekturmaßnahmen nach Kapitel 10.1; die vorbeugende Komponente ist in der Risikobeurteilung und -behandlung aufgegangen.

SECJUR-Bezug