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Nichtkonformität (Nonconformity)
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Nichtkonformität (Nonconformity)

Nonconformity

Eine Nichtkonformität (Nonconformity) ist die Nichterfüllung einer Anforderung. Im Kontext von Managementsystemen bezeichnet sie jede Abweichung von Normanforderungen, gesetzlichen Vorgaben oder eigenen Festlegungen der Organisation.

Zuletzt geprüft
September 11, 2026
Lesedauer
Kurzdefinition
Eine Nichtkonformität (Nonconformity) ist die Nichterfüllung einer Anforderung. Im Kontext von Managementsystemen bezeichnet sie jede Abweichung von Normanforderungen, gesetzlichen Vorgaben oder eigenen Festlegungen der Organisation.

Nichtkonformitäten sind der Ausgangspunkt der Verbesserung eines Managementsystems. Ihre Erfassung ist kein Makel, sondern Voraussetzung dafür, dass Schwachstellen sichtbar und behebbar werden.

Umgang nach Norm

ISO/IEC 27001 und ISO 9001 verlangen in Kapitel 10 ein festes Vorgehen: auf die Nichtkonformität reagieren und ihre Folgen beherrschen, prüfen, ob die Ursache beseitigt werden muss, die Ursache analysieren, Korrekturmaßnahmen umsetzen, deren Wirksamkeit bewerten und das Managementsystem bei Bedarf anpassen. Art und Ergebnis sind zu dokumentieren.

Einstufung im Audit

Zertifizierungsstellen unterscheiden zwischen Haupt- und Nebenabweichungen. Eine Hauptabweichung liegt vor, wenn eine Normanforderung systematisch nicht erfüllt oder die Wirksamkeit des Managementsystems grundsätzlich infrage gestellt ist; sie verhindert die Zertifikatserteilung, bis sie behoben ist. Eine Nebenabweichung ist ein Einzelfall ohne Systemwirkung.

Abgrenzung

Die Korrektur beseitigt die Abweichung selbst, die Korrekturmaßnahme ihre Ursache. Beides ist zu unterscheiden: Ein einzelnes korrigiertes Dokument beseitigt noch nicht den Prozessfehler, der zu seiner Fehlerhaftigkeit geführt hat.

Häufige Fragen

SECJUR-Bezug