



Informationssicherheitsexperte
03 Apr 2026
14 min
Amin Abbaszadeh ist Informationssicherheitsexperte bei SECJUR und unterstützt Unternehmen dabei, Informationssicherheits- und Compliance-Standards wie ISO 27001 und TISAX® effektiv umzusetzen. Zuvor war er als Senior Consultant Cybersecurity bei NTT DATA tätig, wo er Projekte im Bereich IT-Compliance und ISMS verantwortete. Durch seine interdisziplinäre Erfahrung in Technik, Beratung und Management verbindet Amin strategisches Denken mit praxisnaher Umsetzung – immer mit dem Ziel, nachhaltige Sicherheits- und Compliance-Strukturen zu schaffen.
Der deutsche ISMS-Software-Markt lässt sich in vier Kategorien einteilen: Plattformen mit optionaler Beratung, Beratung mit Plattform, ISMS-Expertentools und Enterprise GRC.
ISMS-Expertentools und Enterprise-GRC-Systeme setzen ISMS-Erfahrung voraus. Ohne eigenes Fachpersonal brauchen Sie trotz Software einen Berater.
Acht Bewertungskriterien helfen bei der Auswahl: von Annex-A-Abdeckung über Risikomanagement-Methodik bis zur Beratungsunabhängigkeit.
SECJUR ist die einzige Plattform in dieser Übersicht, mit der auch Nicht-Experten ISO 27001 eigenständig umsetzen können, optional ergänzt durch persönliche Beratung.
Die ISO 27001 Zertifizierung ist eine Geschäftsanforderung für viele Unternehmen oder zumindest strategisch sinnvoll. Wer heute nach ISMS-Software sucht, steht vor einem Markt mit über 30 Anbietern, die alle mit ISO 27001 Compliance werben. Ihre Ansätze unterscheiden sich aber grundlegend: von Open-Source-Tools für Experten bis zu geführten Plattformen für Einsteiger, von reiner Software bis zur Beratung mit Plattform im Paket. Dieser Guide ordnet den Markt in vier Kategorien, definiert acht Bewertungskriterien und hilft Ihnen, den richtigen Ansatz für Ihr Unternehmen zu finden.
Ein Software-Vergleich mit Prozent-Scores und Testsiegeln klingt verlockend, bildet die Realität aber schlecht ab. Die richtige ISMS-Software hängt von Ihrer Unternehmensgröße, Ihrem Reifegrad und Ihren internen Ressourcen ab. Nicht alle Lösungen sind für denselben Use Case geeignet: Eine Plattform für Unternehmen ohne ISMS-Erfahrung hat andere Anforderungen als ein Expertentool für etablierte Informationssicherheitsbeauftragte. Statt einer Rangliste liefern wir Ihnen acht Bewertungskriterien, die Sie jedem Anbieter stellen können und die die Unterschiede deutlich machen.
Die acht Kriterien decken nicht nur die technische Funktionalität ab. Sie beleuchten auch die Dimension der Nutzbarkeit: Kann ein Unternehmen ohne ISMS-Vorwissen die Software eigenständig betreiben? Bietet sie Werkzeuge für die laufende Betreibung nach der Zertifizierung? Und gibt es einen klaren Weg, wie die Lösung mit dem Unternehmen wächst, wenn sich die Anforderungen ändern? Genau hier unterscheiden sich die Kategorien am deutlichsten.
Diese acht Kriterien lassen sich als Checkliste in jedem Evaluierungsgespräch nutzen. Welche 93 Controls der Anhang A im Detail umfasst, erfahren Sie in unserem Leitfaden zu den ISO 27001 Controls.

Checkliste: 8 Bewertungskriterien für jedes Evaluierungsgespräch mit ISO 27001 Software-Anbietern
ISO 27001 Software lässt sich in vier unterschiedliche Kategorien einteilen. Jede Kategorie folgt einer anderen Philosophie und löst ein anderes Problem. Die richtige Wahl hängt von mehreren Faktoren ab: Wie viel ISMS-Vorwissen vorhanden ist, ob Sie die Zertifizierung eigenständig umsetzen wollen oder externe Hilfe benötigen, welche Budgets verfügbar sind und ob Sie später das System eigenständig betreiben möchten.
Die vier Kategorien unterscheiden sich grundlegend in ihrer Zielgruppe, ihrem Funktionsumfang und ihrem Geschäftsmodell. Manche konzentrieren sich auf Unternehmen mit bereits bestehendem Fachpersonal, andere spezialisieren sich genau auf das Gegenteil: Unternehmen ohne ISMS-Erfahrung, die trotzdem ISO 27001 umsetzen wollen. Andere wiederum sind für große Konzerne ausgelegt, die 10+ Compliance-Standards parallel managen müssen. Wichtig ist zu verstehen, für wen die jeweilige Lösung gedacht ist, bevor Sie Zeit in eine Evaluation investieren.
| Kategorie | Typische Anbieter | Voraussetzung | Eigenständig nutzbar? |
|---|---|---|---|
| Plattform + optionale Beratung | SECJUR | Kein Vorwissen nötig | Ja, plus Beratung auf Wunsch |
| Beratung + Plattform | DataGuard, activeMind, NorthGRC | Kein Vorwissen nötig | Nur mit Berater |
| ISMS-Expertentools | verinice, HiScout, DocSetMinder, QSEC, Fuentis | ISMS-Erfahrung zwingend | Nur mit Fachpersonal |
| Enterprise GRC | OneTrust, ServiceNow GRC | GRC-Team + Budget | Nur mit Fachpersonal |
Die Tabelle zeigt: Wer ISO 27001 ohne eigenes ISMS-Team umsetzen will, hat zwei Optionen. Entweder eine Plattform mit geführten Workflows und optionaler Beratung, oder ein Beratungshaus, das die Arbeit übernimmt. ISMS-Expertentools und Enterprise-GRC-Systeme richten sich an Unternehmen, die bereits Fachpersonal im Haus haben.
In den folgenden Abschnitten schauen wir uns jede Kategorie genauer an: Was sind die Stärken, wo liegen die Grenzen, und für wen eignet sich der jeweilige Ansatz?
Die vier Kategorien haben auch unterschiedliche wirtschaftliche Modelle. Manche arbeiten mit Jahreslizenzen, andere mit einmaligen Lizenzgebühren. Manche integrieren Beratung von Anfang an, andere machen Beratung optional. Manche sind spezialisiert auf eine Branche (z.B. KRITIS-Betreiber), andere sind universal einsetzbar. Wichtig ist, dass Sie für jede Kategorie ein konkretes Gespräch mit mindestens zwei Anbietern führen, bevor Sie sich entscheiden. Eine Demoversion, ein Request for Proposal und eine Referenzkundenabfrage sind das Minimum.

Matrix der vier ISO 27001 Software-Kategorien: Zielgruppe, Voraussetzungen und Preismodelle im Überblick
Eine wichtige Anmerkung: Die vier Kategorien sind nicht in Stein gemeißelt. Es gibt Hybrid-Lösungen, die Merkmale mehrerer Kategorien kombinieren. Und der Markt ist dynamisch – neue Anbieter entstehen, andere spezialisieren sich neu. Wichtig ist, dass Sie für Ihre Evaluation ein klares Verständnis haben, zu welcher Kategorie ein Anbieter primär gehört. Das macht die Anforderungsabklärung deutlich einfacher und verhindert, dass Sie Äpfel mit Birnen vergleichen.
ISMS-Expertentools sind die Werkzeuge, mit denen Informationssicherheitsbeauftragte und ISMS-Berater seit Jahren arbeiten. Sie bieten tiefe Funktionalität: Risikoanalysen nach BSI-Grundschutz oder ISO 27005, granulare Asset-Modellierung, umfangreiche Kontrollkataloge, komplexe Scoping-Szenarien. Was sie nicht bieten: eine niedrige Einstiegshürde. Die Konfiguration erfordert ISMS-Erfahrung, und der Support ist oft auch auf Experten ausgerichtet. Das ist nicht böse Absicht – es ist Design. Diese Tools sind für Menschen gemacht, die wissen, was sie tun.
| Anbieter | Fokus | Typische Nutzer |
|---|---|---|
| verinice | Open-Source GRC, BSI-Grundschutz-nah | Behörden, Berater |
| HiScout | ISMS, BCM, Datenschutz | KRITIS-Betreiber, Großunternehmen |
| DocSetMinder | Dokumentengestütztes ISMS | Unternehmen mit bestehendem ISMS |
| QSEC | Integriertes Managementsystem | Mittelstand mit ISMS-Team |
| Fuentis | ISMS + BCMS + Datenschutz | Mittelstand, Energieversorger |
| INDITOR | BSI-Grundschutz-Tool | Behörden, öffentliche Hand |
Die Stärke dieser Tools liegt in der Tiefe. Wer ein bestehendes ISMS betreibt und einen erfahrenen Informationssicherheitsbeauftragten im Haus hat, findet hier leistungsfähige Werkzeuge. Verinice etwa ist in der Behördenlandschaft und bei BSI-Grundschutz-Beratern weit verbreitet, HiScout wird häufig bei KRITIS-Betreibern eingesetzt.
Die Grenze: Für Unternehmen, die zum ersten Mal ein ISMS aufbauen, sind diese Tools eine Herausforderung. Die Oberflächen sind funktional, aber nicht selbsterklärend. Ohne jemanden, der weiß, was ein Risikobehandlungsplan ist und wie man eine Schutzbedarfsfeststellung durchführt, stehen Sie vor einem leeren System und Hunderten von Kontrollfeldern, die niemand einordnen kann. In der Praxis bedeutet das: Wer ein Expertentool kauft, kauft meistens einen Berater gleich mit.
Das ist nicht falsch, sondern oft die einzige praktikable Lösung für komplexe Umgebungen. Aber es bedeutet auch, dass die Kosten vom Softwarepreis allein nicht abgebildet werden. Der Gesamtaufwand (Software + Beratung + interne Zeit) ist oft höher als bei einem modernen, geführten Ansatz.
Wann sind Expertentools die richtige Wahl?
Wenn Ihr Unternehmen bereits einen ISB beschäftigt, ein ISMS nach BSI-Grundschutz oder ISO 27001 betreibt und tiefe Konfigurierbarkeit braucht (z.B. bei komplexen Konzernstrukturen mit vielen Standorten und Scopes), dann sind diese Tools stark. Wenn Sie hingegen zum ersten Mal ein ISMS aufbauen und keinen dedizierten ISB haben, werden Sie mit einem Expertentool mehr Zeit in die Einarbeitung investieren als in die eigentliche Zertifizierung. In solchen Fällen lohnt es sich, auf eine spezialisierte, benutzerfreundlichere Lösung oder externe Beratung auszuweichen.
Die Expertentools sind nicht ohne Grund im öffentlichen Sektor und bei Behörden verbreitet. Sie sind die richtige Wahl, wenn Compliance-Tiefe wichtiger ist als schnelle Umsetzung und wenn Ihre Organisation die technische Komplexität tragen kann. Für Mittelständler ohne ISMS-Team ist der Weg über Beratung oder spezialisierte Plattformen oft schneller und kostengünstiger.
Enterprise-GRC-Plattformen sind für Großunternehmen und Konzerne gebaut. Sie verwalten nicht nur ISO 27001, sondern dutzende Compliance-Standards gleichzeitig: SOC 2, NIS2, DORA, DSGVO, regulatorische Anforderungen, branchenspezifische Vorgaben, Datenschutz, Exportkontrollen. Die Stärke liegt in dieser Breite und in der zentralisierten Governance. Wenn Ihr Unternehmen 10+ Compliance-Frameworks gleichzeitig bedienen muss, mehrere Geschäftseinheiten hat, global agiert und ein dediziertes GRC-Team beschäftigt, sind diese Plattformen das richtige Werkzeug. Sie denken in Unternehmens-Governance, nicht in einzelnen Standards. Der Implementierungsaufwand ist erheblich – mit mehreren Monaten Consulting ist zu rechnen – aber für große Konzerne rechnet sich das über die Laufzeit.
| Anbieter | Fokus | Typische Nutzer |
|---|---|---|
| OneTrust | Privacy, Security, GRC (global) | Konzerne, internationale Unternehmen |
| ServiceNow GRC | IT-Service-Management + GRC | Konzerne mit bestehendem ServiceNow |
| GRASP | Risiko- und Compliance-Management | Gehobener Mittelstand, Konzerne |
Für den deutschen Mittelstand sind Enterprise-GRC-Plattformen in den meisten Fällen überdimensioniert. Die Implementierung dauert Monate, die Lizenzkosten liegen deutlich über dem, was ein mittelständisches Unternehmen für ein ISMS einplanen sollte. ISO-27001-spezifische Funktionen wie ein geführter Risikomanagement-Workflow oder eine automatische SoA-Generierung sind oft nur als Add-on oder Konfigurationsaufwand verfügbar, nicht als fertige Workflows.
Wenn Sie bereits ServiceNow oder OneTrust im Einsatz haben, kann es sinnvoll sein, ISO 27001 dort zu integrieren. Das reduziert Schnittstellenverwaltung und nutzt vorhandene Workflows. Wenn nicht, lohnt sich der Aufbau einer Enterprise-GRC-Plattform allein für eine einzelne Zertifizierung wirtschaftlich selten.
Für mittelständische Unternehmen sind diese Plattformen in aller Regel überdimensioniert und mit zu hohem Implementierungsaufwand verbunden. Die Lizenzkosten sind Jahresgebühren für große Nutzerzahlen, die Konfiguration erfordert spezialisierte Berater (oft mit hohen Tagessätzen), und die Integration in bestehende IT-Systeme kann Monate dauern. Dabei ist ISO 27001 in Enterprise-GRC-Plattformen nicht die Primärlösung – es ist ein Framework von vielen, mit entsprechend generischem Support. Sie sind die Professionslösung für Konzerne, die Compliance als Dauerprozess zentralisieren wollen, nicht für den Mittelstand, der eine schnelle, zielgerichtete Zertifizierung braucht.
Die dritte Kategorie kombiniert Software mit persönlicher Beratung. Anbieter wie DataGuard, activeMind oder NorthGRC liefern eine eigene Plattform, aber die eigentliche Arbeit wird von einem externen Berater erledigt. Er führt die initialen Analysen durch, erstellt die Risikoanalyse nach Ihren Anforderungen, plant die Maßnahmen und begleitet die Umsetzung bis zum Audit. Die Plattform ist in diesem Modell primär ein Dokumentations- und Koordinationswerkzeug für den Berater, nicht ein eigenständiges System für das Unternehmen.
Neben den hybriden Anbietern gibt es auch klassische Beratungshäuser und große Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die ganz ohne eigene Software arbeiten. Sie bringen ihre eigenen Methoden, Templates und Checklisten mit und stützen sich auf ihre Beratungs- und Audit-Expertise. Für bestimmte Szenarien können diese sogar effizienter sein als Software-basierte Modelle.
| Modell | Anbieter | Was Sie bekommen |
|---|---|---|
| Hybrid (Plattform + Beratung) | DataGuard, activeMind, NorthGRC | Eigene Plattform, aber der Berater steuert den Prozess |
| Klassische Beratung | Big4, Compliance-Kanzleien | Externe Analyse, Maßnahmenpaket, Umsetzungsbegleitung |
| Audit-Dienstleister | TÜV, DEKRA, DQS | Formale Zertifizierung und Prüfung |
Beratung lohnt sich, wenn keinerlei ISMS-Know-how im Unternehmen vorhanden ist, die Zeit extrem knapp ist oder die Geschäftsleitung eine unabhängige Drittmeinung braucht. Gerade bei der ersten ISO 27001 Zertifizierung greifen viele Unternehmen auf externe Unterstützung zurück.
Der Unterschied zu einer Plattform wie SECJUR: Bei DataGuard, activeMind oder NorthGRC steuert der Berater den Prozess. Die Plattform funktioniert nicht als eigenständiges Werkzeug, sondern als Arbeitsumgebung des Beraters. Verlässt der Berater das Projekt, bleibt zwar die Software, aber das Wissen, wie man sie bedient und weiterentwickelt, geht mit. Beim nächsten Überwachungsaudit oder bei einer Scope-Erweiterung brauchen Sie erneut externe Hilfe. Die Kosten summieren sich über den Zertifizierungszyklus, und das Unternehmen baut keine eigene Kompetenz auf.
Berater vs. Plattform: der langfristige Unterschied
ISO 27001 ist kein Projekt mit Enddatum. Nach dem Erstaudit folgen jährliche Überwachungsaudits und nach drei Jahren das Rezertifizierungsaudit. Wer mit einem Berater startet und keine eigene Kompetenz aufbaut, zahlt bei jedem Audit erneut. Das ist nicht nur ein Kostenfaktor, sondern auch ein Risikofaktor: Ihr ISMS hängt von der Verfügbarkeit des Beraters ab. ISMS-Plattformen wie SECJUR bieten eine Alternative: Das Wissen bleibt im Unternehmen, weil die Plattform den Prozess so aufbereitet, dass auch Nicht-Experten ihn dauerhaft betreiben können. Die Beratung ist optional, nicht obligatorisch.
Das Beratungsmodell hat einen wichtigen Platz im Markt, besonders für die erste Zertifizierung, wenn der Zeitdruck hoch ist oder keinerlei internes Know-how vorhanden ist. Aber für den Langzeitbetrieb des ISMS ist es teurer und abhängig von extern verfügbaren Ressourcen. Für viele Unternehmen ist die beste Lösung ein Hybrid: externe Beratung für den Aufbau, dann Betrieb mit einer eigenständig nutzbaren Plattform.
Alle bisherigen Kategorien setzen voraus, dass jemand das System versteht: ein interner ISB oder ein externer Berater. Wer intern kein Fachwissen hat, landet bei einer Beratung. Wer kein Budget für Beratung hat, braucht ein Tool, das er trotzdem nicht bedienen kann. Dieses Dilemma löst eine vierte Kategorie: Plattformen, die den ISMS-Aufbau so aufbereiten, dass auch Nicht-Experten ein auditierbares Ergebnis erreichen.
Das SECJUR Digital Compliance Office verfolgt diesen Ansatz konsequent. Die Plattform führt Anwender Schritt für Schritt durch den gesamten Zertifizierungsprozess: von der Gap-Analyse über die Risikoanalyse bis zum internen Audit. Jeder Workflow erklärt, was die Norm an dieser Stelle fordert und was konkret zu tun ist. Wer zusätzlich Beratung braucht, kann sie punktuell dazubuchen, ohne sich langfristig an einen Berater zu binden.
Für KMU, die zum ersten Mal eine ISO 27001 Zertifizierung anstreben, hat dieser Ansatz einen konkreten Vorteil: Die durchschnittliche Time-to-Certification liegt erfahrungsgemäß bis zu 50 % unter dem, was mit klassischer Beratung üblich ist. Der Grund: Die Plattform eliminiert Wartezeiten zwischen Beratungsterminen und stellt vorgefertigte Templates bereit, die auf ISO 27001:2022 zugeschnitten sind.
| Kriterium | SECJUR |
|---|---|
| Annex-A-Abdeckung | Alle 93 Controls abgebildet, geführt durch Umsetzungsworkflows |
| Risikomanagement | Normkonforme Risikoanalyse mit vorbelegtem Risikokatalog und Bewertungsmatrix |
| Multi-Standard | ISO 27001, NIS2, DSGVO, TISAX und AI Act in einem System, mit automatischem Control Mapping |
| Audit-Readiness | Revisionssichere Nachweise, SoA-Generator, Audit-Trail |
| Time-to-Value | Vorgefertigte ISO 27001:2022 Templates, erfahrungsgemäß bis zu 50 % schneller als mit klassischer Beratung |
| Beratungsunabhängigkeit | Auch ohne ISB nutzbar. Geführte Workflows erklären jeden Schritt. Auf Wunsch mit persönlicher Beratung kombinierbar. |
| Internes Audit | Audit-Workflow und Management-Review-Template integriert |
| Kosten | Ab 10.000 Euro, transparentes Pricing |
"Die meisten Unternehmen scheitern nicht an der Komplexität von ISO 27001, sondern an der Frage, wie sie anfangen sollen. Eine Plattform, die den Einstieg strukturiert und das Wissen im Unternehmen hält, ist langfristig wertvoller als jede Beratung, die mit dem Projektende wieder geht."
Amin Abbaszadeh, Informationssicherheitsexperte bei SECJUR
Der Unterschied zum reinen Beratungsmodell: Die Plattform funktioniert eigenständig. Der Berater ergänzt, er steuert nicht. Das Wissen bleibt im Unternehmen, auch wenn das Beratungsprojekt endet. Für die ISO 27001 Zertifizierung bedeutet das: Auch Re-Zertifizierungen nach drei Jahren laufen effizienter, weil die Dokumentation, die Risikoanalyse und die Nachweise bereits in der Plattform liegen.
Ein weiterer Aspekt, der in der Praxis oft übersehen wird: Viele Unternehmen beginnen mit ISO 27001 und müssen kurz darauf NIS2 oder TISAX nachziehen. Plattformen, die nur ISO 27001 abdecken, erfordern dann ein zweites System. SECJUR bildet alle Standards in einem ISMS ab und mappt die Anforderungen automatisch aufeinander. Wer bereits einen Control für ISO 27001 umgesetzt hat, sieht sofort, welche NIS2-Anforderung damit ebenfalls erfüllt ist.
Scope definieren
Klären Sie den Geltungsbereich Ihres ISMS: Welche Standorte, Prozesse und Systeme sollen abgedeckt werden? Der Scope bestimmt, welche Software-Kategorie für Sie passt.
Bewertungskriterien anwenden
Nutzen Sie die acht Kriterien aus diesem Artikel als Checkliste für Ihre Anbieter-Gespräche. Fragen Sie konkret nach Annex-A-Abdeckung, Risikomanagement-Methodik und Beratungsunabhängigkeit.
Demos anfragen
Fordern Sie bei zwei bis drei Anbietern eine Demo an. Testen Sie nicht nur die Oberfläche, sondern simulieren Sie einen konkreten Anwendungsfall: Wie würden Sie eine Risikoanalyse nach Clause 6.1.2 durchführen? Starten Sie mit SECJUR.
Diese drei Schritte bilden den Rahmen für Ihre Evaluation. Zusätzlich sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Welche anderen Compliance-Standards brauchen Sie parallel (NIS2, DSGVO, TISAX)? Wie sieht die Lizenzierung aus – gibt es versteckte Kosten? Und: Können Sie mit dieser Software auch nach der Zertifizierung arbeiten? Eine gute Software wird zum Kern Ihres ISMS, nicht nur zum Zertifizierungsprojekt.
Was sich mit der ISO 27001:2022 geändert hat, erfahren Sie in unserem separaten Update-Artikel. Wie Sie eine normkonforme Risikoanalyse nach ISO 27001 durchführen, lesen Sie in unserem Risikomanagement-Guide.

Amin Abbaszadeh ist Informationssicherheitsexperte bei SECJUR und unterstützt Unternehmen dabei, Informationssicherheits- und Compliance-Standards wie ISO 27001 und TISAX® effektiv umzusetzen. Zuvor war er als Senior Consultant Cybersecurity bei NTT DATA tätig, wo er Projekte im Bereich IT-Compliance und ISMS verantwortete. Durch seine interdisziplinäre Erfahrung in Technik, Beratung und Management verbindet Amin strategisches Denken mit praxisnaher Umsetzung – immer mit dem Ziel, nachhaltige Sicherheits- und Compliance-Strukturen zu schaffen.
SECJUR steht für eine Welt, in der Unternehmen immer compliant sind, aber nie an Compliance denken müssen. Mit dem Digital Compliance Office automatisieren Unternehmen aufwändige Arbeitsschritte und erlangen Compliance-Standards wie DSGVO, ISO 27001 oder TISAX® bis zu 50% schneller.
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Die häufigsten Fragen zum Thema
ISO 27001 Software lässt sich in vier Kategorien einteilen: Plattformen mit optionaler Beratung (eigenständig nutzbar, Beratung auf Wunsch), Beratung mit Plattform (Software plus externer Berater), ISMS-Expertentools (für Unternehmen mit eigenem Fachpersonal) und Enterprise GRC (für Konzerne mit dediziertem GRC-Team). SECJUR ist die einzige Plattform in dieser Übersicht, die auch ohne ISMS-Vorwissen funktioniert und Beratung optional anbietet.
Die wichtigsten Kriterien sind: vollständige Abdeckung aller 93 Annex-A-Controls, normkonforme Risikomanagement-Methodik, Multi-Standard-Fähigkeit (ISO 27001 + NIS2 + DSGVO), revisionssichere Dokumentation für Audit-Nachweise, schnelle Time-to-Value und Beratungsunabhängigkeit.
Das hängt von der Software ab. ISMS-Expertentools und Enterprise-GRC-Systeme setzen ISMS-Vorwissen voraus. Beratungsmodelle wie DataGuard oder activeMind funktionieren nur mit einem Berater. Plattformen wie SECJUR führen auch Nicht-Experten Schritt für Schritt durch den Prozess und bieten Beratung optional dazu, so dass eine eigenständige Umsetzung möglich ist.
Zu den bekanntesten Anbietern zählen: ISMS-Expertentools wie verinice, HiScout und DocSetMinder. Enterprise-GRC-Plattformen wie OneTrust und ServiceNow. Beratungsmodelle wie DataGuard, activeMind und NorthGRC. Und als Plattform mit optionaler Beratung SECJUR, das den gesamten ISO 27001 Prozess auch ohne ISMS-Vorwissen abbildet.
Die Kosten variieren je nach Kategorie. Plattformen wie SECJUR sind ab 10.000 Euro verfügbar. Enterprise-GRC-Plattformen liegen deutlich darüber. Beratungsprojekte kosten mehr und fallen bei jedem Audit erneut an, weil das Wissen beim Berater bleibt, nicht im Unternehmen.

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