Anhang III der KI-Verordnung listet die Anwendungsbereiche, in denen ein KI-System als hochriskant gilt. Er umfasst acht Bereiche von der Biometrie bis zur Rechtspflege und ist neben Anhang I einer der beiden Wege zur Hochrisiko-Einstufung.
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A,K,H
Annex III AI Act, KI-Verordnung Anhang III
anhang-iii-ki-vo
Informationssicherheit
informationssicherheit
Annex A 5.1 ISO 27001 (Informationssicherheitsrichtlinien)
Erste Maßnahme im Annex A von ISO/IEC 27001:2022. Sie verlangt, dass Informationssicherheitsrichtlinien festgelegt, von der Leitung genehmigt, veröffentlicht, bekannt gemacht und regelmäßig überprüft werden.
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A,I
Anhang A 5.1, ISO 27001 Annex A
annex-a-5-1-iso-27001
Informationssicherheit
informationssicherheit
Annex A 8 ISO 27001 (Technologische Maßnahmen)
Vierte und größte Gruppe der Maßnahmen im Annex A von ISO/IEC 27001:2022 mit 34 technologischen Maßnahmen. Sie reicht von Zugriffskontrolle und Schadsoftwareschutz über Protokollierung bis zu sicherer Entwicklung.
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A,I,T
Anhang A 8, ISO 27001 Annex A
annex-a-8-iso-27001
Datenschutz
datenschutz
Anonymisierung
Veränderung personenbezogener Daten derart, dass eine Zuordnung zu einer Person nicht mehr oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich ist. Anonyme Daten sind keine personenbezogenen Daten mehr, die DSGVO ist auf sie nicht anwendbar.
↗
A
Anonymisation
anonymisierung
Datenschutz
datenschutz
Art. 28 DSGVO (Auftragsverarbeiter)
Vorschrift der DSGVO, die das Verhältnis zwischen Verantwortlichem und Auftragsverarbeiter regelt. Sie verpflichtet zur sorgfältigen Auswahl, schreibt einen Vertrag mit festem Mindestinhalt vor und bestimmt, wann ein Dienstleister selbst zum Verantwortlichen wird.
Art. 30 DSGVO (Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten)
Vorschrift der DSGVO, die Verantwortliche und Auftragsverarbeiter verpflichtet, ein Verzeichnis ihrer Verarbeitungstätigkeiten zu führen. Das Verzeichnis ist der Aufsichtsbehörde auf Anfrage vorzulegen und der wichtigste Nachweis der Rechenschaftspflicht.
↗
A,D,V
Artikel 30 DSGVO, GDPR Article 30
art-30-dsgvo
Datenschutz
datenschutz
Informationssicherheit
informationssicherheit
Art. 32 DSGVO (Sicherheit der Verarbeitung)
Vorschrift der DSGVO, die Verantwortliche und Auftragsverarbeiter verpflichtet, ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau für personenbezogene Daten herzustellen. Sie nennt Kriterien und Beispiele, aber keine verbindliche Maßnahmenliste.
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A,D,S
Artikel 32 DSGVO, GDPR Article 32
art-32-dsgvo
Datenschutz
datenschutz
Art. 33 DSGVO (Meldung von Datenschutzverletzungen)
Vorschrift der DSGVO, die den Verantwortlichen verpflichtet, eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden der Aufsichtsbehörde zu melden. Ausnahme: die Verletzung führt voraussichtlich nicht zu einem Risiko für die betroffenen Personen.
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A,D,M
Artikel 33 DSGVO, Data Breach Notification, GDPR Article 33
art-33-dsgvo
Datenschutz
datenschutz
Art. 35 DSGVO (Datenschutz-Folgenabschätzung)
Vorschrift der DSGVO, die eine Datenschutz-Folgenabschätzung verlangt, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen zur Folge hat. Sie ist vor Beginn der Verarbeitung durchzuführen.
↗
A,D
Artikel 35 DSGVO, GDPR Article 35
art-35-dsgvo
Datenschutz
datenschutz
Art. 6 DSGVO (Rechtsgrundlage der Verarbeitung)
Vorschrift der DSGVO, die abschließend regelt, wann die Verarbeitung personenbezogener Daten rechtmäßig ist. Ohne eine der sechs Rechtsgrundlagen aus Abs. 1 ist jede Verarbeitung unzulässig, unabhängig davon, wie gut sie technisch abgesichert ist.
↗
A,D,R
Artikel 6 DSGVO, Rechtsgrundlage, GDPR Article 6
art-6-dsgvo
Datenschutz
datenschutz
AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)
englisch: DPA, Data Processing Agreement
Vertrag nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO zwischen einem Verantwortlichen und einem Dienstleister, der personenbezogene Daten weisungsgebunden für ihn verarbeitet. Er legt Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung fest und verpflichtet den Auftragsverarbeiter unter anderem zu Vertraulichkeit und zu technischen und organisatorischen Maßnahmen.
↗
A,D
DPA, Data Processing Agreement, Auftragsverarbeitungsvertrag
avv
Informationssicherheit
informationssicherheit
BCM (Business Continuity Management)
Business Continuity Management
BCM (Business Continuity Management) ist der Managementprozess, mit dem eine Organisation ihre zeitkritischen Geschäftsprozesse identifiziert und dafür sorgt, dass diese bei Störungen innerhalb festgelegter Zeiten fortgeführt oder wiederhergestellt werden können.
↗
B
Business Continuity Management, Betriebskontinuitätsmanagement, BCMS
bcm
Informationssicherheit
informationssicherheit
BSI-Standard 200-1, 200-2 und 200-3
Die BSI-Standards der Reihe 200 sind die methodischen Vorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik zum IT-Grundschutz. Sie beschreiben, wie ein Informationssicherheits-Managementsystem aufgebaut, umgesetzt und um Risikoanalyse und Notfallmanagement ergänzt wird.
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B
BSI 200-1, BSI 200-2, BSI 200-3, IT-Grundschutz
bsi-standard-200
Informationssicherheit
informationssicherheit
bWE (besonders wichtige Einrichtung nach NIS2)
Eine besonders wichtige Einrichtung (bWE) ist eine nach dem NIS2-Umsetzungsgesetz regulierte Organisation aus einem Sektor der Anlage 1, die mindestens 250 Beschäftigte hat oder einen Jahresumsatz über 50 Mio. Euro und zugleich eine Bilanzsumme über 43 Mio. Euro erreicht.
↗
B,N
besonders wichtige Einrichtung, NIS2, essential entity
bwe
Qualitätsmanagement
qualitaetsmanagement
Informationssicherheit
informationssicherheit
CAPA (Corrective and Preventive Action)
Corrective and Preventive Action
CAPA (Corrective and Preventive Action) bezeichnet ein System aus Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen. Korrekturmaßnahmen beseitigen die Ursache einer eingetretenen Abweichung, Vorbeugemaßnahmen die Ursache einer möglichen, noch nicht eingetretenen Abweichung.
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C,K
Corrective and Preventive Action, Korrekturmaßnahmen, Vorbeugemaßnahmen
capa
Informationssicherheit
informationssicherheit
CISO (Chief Information Security Officer)
deutsch: Leiter Informationssicherheit
Führungsrolle mit Gesamtverantwortung für die Informationssicherheit einer Organisation. Anders als der operativ koordinierende Informationssicherheitsbeauftragte ist der CISO strategisch angesiedelt und meist Teil der Leitungsebene.
↗
C
Chief Information Security Officer
ciso
EU AI Act
eu-ai-act
Code of Practice (EU AI Act)
Code of Practice
Ein Code of Practice (Praxisleitfaden) ist ein von der EU-Kommission und dem KI-Büro moderiertes freiwilliges Regelwerk nach Artikel 56 der KI-Verordnung. Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck können damit nachweisen, dass sie ihre Pflichten erfüllen.
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C,P
Praxisleitfaden, Verhaltenskodex, GPAI Code of Practice
code-of-practice-ai-act
Datenschutz
datenschutz
Datenschutzbeauftragter (DPO)
englisch: DPO, Data Protection Officer
Person, die in einer Organisation die Einhaltung des Datenschutzrechts überwacht und berät. Die Bestellung ist nach Art. 37 DSGVO in bestimmten Fällen Pflicht, in Deutschland zusätzlich nach § 38 BDSG. Der Datenschutzbeauftragte ist weisungsfrei und darf wegen seiner Aufgabe nicht benachteiligt werden.
↗
D
DPO, Data Protection Officer, DSB
datenschutzbeauftragter
Informationssicherheit
informationssicherheit
DORA (Digital Operational Resilience Act)
Digital Operational Resilience Act
DORA (Digital Operational Resilience Act) ist die EU-Verordnung 2022/2554 über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor. Sie verpflichtet Finanzunternehmen, IKT-Risiken zu steuern, Vorfälle zu melden, ihre Widerstandsfähigkeit zu testen und Drittanbieter zu überwachen.
↗
D
Digital Operational Resilience Act
dora
Datenschutz
datenschutz
Drittlandtransfer
Übermittlung personenbezogener Daten an einen Empfänger außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums oder deren Zugänglichmachung von dort aus. Zulässig ist ein solcher Transfer nur, wenn eine der Grundlagen aus Kapitel V der DSGVO vorliegt.
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D
Third Country Transfer, Drittstaatenübermittlung
drittlandtransfer
Datenschutz
datenschutz
DSAR (Data Subject Access Request)
englisch: DSAR, Data Subject Access Request
Antrag einer betroffenen Person auf Auskunft über die zu ihr verarbeiteten personenbezogenen Daten nach Art. 15 DSGVO. Der Verantwortliche muss innerhalb eines Monats antworten, unentgeltlich und unabhängig davon, in welcher Form der Antrag gestellt wurde.
↗
D,B
Data Subject Access Request, Betroffenenanfrage, Auskunftsersuchen
dsar
Datenschutz
datenschutz
DSFA (Datenschutz-Folgenabschätzung)
englisch: DPIA, Data Protection Impact Assessment
Strukturierte Risikobewertung nach Art. 35 DSGVO. Sie ist erforderlich, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen bedeutet, und wird vor Beginn der Verarbeitung durchgeführt und dokumentiert.
↗
D
DPIA, Data Protection Impact Assessment, Datenschutz-Folgenabschätzung
dsfa
Datenschutz
datenschutz
DSK (Datenschutzkonferenz)
Gremium der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder in Deutschland. Die Konferenz veröffentlicht Beschlüsse, Orientierungshilfen und Kurzpapiere, die die Aufsichtspraxis prägen.
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D
Datenschutzkonferenz, Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden
dsk
Informationssicherheit
informationssicherheit
ENISA (European Union Agency for Cybersecurity)
European Union Agency for Cybersecurity
Die ENISA (European Union Agency for Cybersecurity) ist die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit. Sie unterstützt Mitgliedstaaten, EU-Organe und Unternehmen bei der Umsetzung des europäischen Cybersicherheitsrechts und erarbeitet Leitlinien, Lagebilder und Zertifizierungsschemata.
↗
E
European Union Agency for Cybersecurity
enisa
EU AI Act
eu-ai-act
FRIA (Fundamental Rights Impact Assessment)
Fundamental Rights Impact Assessment
Die FRIA (Fundamental Rights Impact Assessment) ist die Grundrechte-Folgenabschätzung nach Artikel 27 der KI-Verordnung. Bestimmte Betreiber von Hochrisiko-KI-Systemen müssen vor der ersten Verwendung bewerten, welche Auswirkungen der Einsatz auf die Grundrechte betroffener Personen haben kann.
↗
F,G
Fundamental Rights Impact Assessment, Grundrechte-Folgenabschätzung
fria
EU AI Act
eu-ai-act
GPAI (General Purpose AI)
General Purpose AI Model
GPAI (General Purpose AI) bezeichnet KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck: Modelle, die eine erhebliche allgemeine Verwendbarkeit aufweisen und ein breites Spektrum unterschiedlicher Aufgaben erfüllen können, unabhängig davon, wie sie später in Anwendungen eingebettet werden.
↗
G,K
General Purpose AI, KI-Modell mit allgemeinem Verwendungszweck
gpai
EU AI Act
eu-ai-act
Hochrisiko-KI-System (High-Risk AI System)
High-Risk AI System
Ein Hochrisiko-KI-System ist ein KI-System, das nach Artikel 6 der KI-Verordnung als hochriskant eingestuft wird, weil es als Sicherheitsbauteil eines regulierten Produkts nach Anhang I dient oder in einen der in Anhang III genannten Anwendungsbereiche fällt.
↗
H
High-Risk AI System, Hochrisiko-KI
hochrisiko-ki-system
Informationssicherheit
informationssicherheit
IAM (Identity and Access Management)
Identity and Access Management
IAM (Identity and Access Management) bezeichnet die Gesamtheit der Prozesse und Systeme, mit denen digitale Identitäten über ihren Lebenszyklus verwaltet und ihre Zugriffsrechte auf Anwendungen und Daten gesteuert werden.
↗
I
Identity and Access Management, Identitäts- und Zugriffsmanagement
iam
Informationssicherheit
informationssicherheit
ISO 27002 (Leitfaden für Informationssicherheitsmaßnahmen)
Internationale Norm mit Umsetzungsleitfaden zu den Informationssicherheitsmaßnahmen. Sie erläutert die Maßnahmen, die ISO/IEC 27001 im Annex A nur benennt, und ist selbst nicht zertifizierbar.
↗
I,L
ISO/IEC 27002
iso-27002
Informationssicherheit
informationssicherheit
ISO 27005 (Risikomanagement für Informationssicherheit)
Internationale Norm mit Leitlinien zum Management von Informationssicherheitsrisiken. Sie konkretisiert das Risikovorgehen, das ISO/IEC 27001 in Kapitel 6.1 verlangt, ohne selbst eine bestimmte Methode vorzuschreiben.
↗
I,R
ISO/IEC 27005
iso-27005
Informationssicherheit
informationssicherheit
ISO 27017 (Informationssicherheit für Cloud-Dienste)
Internationale Norm mit zusätzlichen Informationssicherheitsmaßnahmen für Cloud-Dienste. Sie ergänzt ISO/IEC 27002 um Vorgaben, die sich an Cloud-Anbieter und an deren Kunden richten.
↗
I,C
ISO/IEC 27017
iso-27017
Datenschutz
datenschutz
Informationssicherheit
informationssicherheit
ISO 27018 (Schutz personenbezogener Daten in der Cloud)
Internationale Norm mit Leitlinien zum Schutz personenbezogener Daten in öffentlichen Cloud-Diensten. Sie richtet sich an Cloud-Anbieter, die als Auftragsverarbeiter tätig sind, und ergänzt die Maßnahmen aus ISO/IEC 27002.
↗
I,S
ISO/IEC 27018
iso-27018
Datenschutz
datenschutz
Informationssicherheit
informationssicherheit
ISO 27701 (PIMS, Privacy Information Management System)
englisch: PIMS, Privacy Information Management System
Internationale Norm, die ISO/IEC 27001 und 27002 um Anforderungen zum Schutz personenbezogener Daten erweitert. Aus einem Informationssicherheits-Managementsystem wird damit ein Managementsystem, das auch Datenschutz abdeckt.
↗
I,P
ISO/IEC 27701, PIMS, Privacy Information Management System
iso-27701
Informationssicherheit
informationssicherheit
IT-Grundschutz-Baustein
Ein IT-Grundschutz-Baustein ist die kleinste inhaltliche Einheit des IT-Grundschutz-Kompendiums des BSI. Jeder Baustein beschreibt für ein bestimmtes Zielobjekt die typische Gefährdungslage und die daraus abgeleiteten Sicherheitsanforderungen.
↗
I,G
BSI IT-Grundschutz, Grundschutz-Baustein
it-grundschutz-baustein
Informationssicherheit
informationssicherheit
KRITIS (Kritische Infrastrukturen)
KRITIS steht für Kritische Infrastrukturen: Einrichtungen und Anlagen, deren Ausfall zu erheblichen Versorgungsengpässen oder Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen würde. In Deutschland ist der Begriff über das BSI-Gesetz und die BSI-Kritisverordnung rechtlich definiert.
Der KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) ist die systematische, fortlaufende Verbesserung von Prozessen, Produkten und Managementsystemen in kleinen Schritten. Er ist in allen ISO-Managementsystemnormen als Anforderung verankert.
Least Privilege (Prinzip der minimalen Rechte) besagt, dass jede Person, jedes Konto und jeder Prozess nur genau die Berechtigungen erhalten soll, die zur Erfüllung der jeweiligen Aufgabe erforderlich sind, und nur so lange, wie sie benötigt werden.
↗
L,P
Principle of Least Privilege, Prinzip der minimalen Rechte
least-privilege
Qualitätsmanagement
qualitaetsmanagement
Informationssicherheit
informationssicherheit
Managementbewertung (Management Review)
Management Review
Die Managementbewertung (Management Review) ist die regelmäßige Beurteilung eines Managementsystems durch die oberste Leitung. Sie prüft, ob das System weiterhin geeignet, angemessen und wirksam ist, und entscheidet über notwendige Änderungen.
↗
M
Management Review, Managementreview
managementbewertung
Informationssicherheit
informationssicherheit
MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung)
Multi-Factor Authentication
MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung) ist ein Anmeldeverfahren, bei dem die Identität einer Person über mindestens zwei unabhängige Faktoren aus verschiedenen Kategorien nachgewiesen wird: Wissen, Besitz und Inhärenz.
Eine Nichtkonformität (Nonconformity) ist die Nichterfüllung einer Anforderung. Im Kontext von Managementsystemen bezeichnet sie jede Abweichung von Normanforderungen, gesetzlichen Vorgaben oder eigenen Festlegungen der Organisation.
↗
N
Nonconformity, Abweichung
nichtkonformitaet
Informationssicherheit
informationssicherheit
NIS2-Sektoren (Anhang I und II der NIS2-Richtlinie)
Die NIS2-Sektoren sind die Wirtschaftsbereiche, deren Einrichtungen in den Anwendungsbereich der NIS2-Richtlinie und des deutschen NIS2-Umsetzungsgesetzes fallen. Sie sind in Anlage 1 (Sektoren hoher Kritikalität) und Anlage 2 (sonstige kritische Sektoren) aufgeführt.
↗
N,A
NIS2 Anhang I, NIS2 Anhang II, NIS2 Sektoren
nis2-sektoren
Informationssicherheit
informationssicherheit
PAM (Privileged Access Management)
Privileged Access Management
PAM (Privileged Access Management) bezeichnet die gesonderte Verwaltung, Absicherung und Überwachung privilegierter Konten, also solcher Zugänge, die weitreichende Rechte an Systemen, Anwendungen oder Daten besitzen.
Verarbeitung personenbezogener Daten so, dass sie ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen keiner Person mehr zugeordnet werden können. Die Zuordnungsinformation wird getrennt aufbewahrt und geschützt. Pseudonymisierte Daten bleiben personenbezogen und unterliegen weiter der DSGVO.
↗
P
Pseudonymisation
pseudonymisierung
Informationssicherheit
informationssicherheit
RBAC (Role-Based Access Control)
Role-Based Access Control
RBAC (Role-Based Access Control) ist ein Berechtigungsmodell, bei dem Zugriffsrechte nicht einzelnen Personen, sondern Rollen zugewiesen werden. Personen erhalten Rechte ausschließlich dadurch, dass ihnen eine Rolle zugeordnet wird.
Dokument, das für jede der Maßnahmen aus Annex A von ISO/IEC 27001 festhält, ob sie anwendbar ist, wie sie umgesetzt wird und warum sie gegebenenfalls ausgeschlossen wurde. Die Norm verlangt es in Kapitel 6.1.3 d.
↗
S,E
Statement of Applicability, Erklärung zur Anwendbarkeit
soa
Informationssicherheit
informationssicherheit
STRIDE (Bedrohungskategorien-Modell)
STRIDE ist ein Modell zur Kategorisierung von Bedrohungen in der Bedrohungsmodellierung. Das Akronym steht für sechs Bedrohungsarten: Spoofing, Tampering, Repudiation, Information Disclosure, Denial of Service und Elevation of Privilege.
↗
S,B
Bedrohungskategorien-Modell
stride
Informationssicherheit
informationssicherheit
Threat Intelligence
Bedrohungsaufklärung
Threat Intelligence (Bedrohungsaufklärung) bezeichnet die systematische Sammlung, Auswertung und Aufbereitung von Informationen über aktuelle Bedrohungen, Angreifergruppen und deren Vorgehensweisen, um daraus Entscheidungen für die eigene Sicherheitslage abzuleiten.
Threat Modeling (Bedrohungsmodellierung) ist ein strukturiertes Verfahren, mit dem bereits in der Entwurfsphase eines Systems ermittelt wird, welche Bedrohungen bestehen, welche Auswirkungen sie hätten und welche Gegenmaßnahmen erforderlich sind.
↗
T,B
Bedrohungsmodellierung
threat-modeling
Datenschutz
datenschutz
TIA (Transfer Impact Assessment)
Einzelfallprüfung, ob die vereinbarten Garantien für einen Drittlandtransfer im Zielland tatsächlich eingehalten werden können. Sie wurde durch das Schrems-II-Urteil des EuGH zur Pflicht und ergänzt die Standardvertragsklauseln, ersetzt sie aber nicht.
↗
T
Transfer Impact Assessment, Transfer-Folgenabschätzung
tia
Informationssicherheit
informationssicherheit
TISAX Assessment Level (AL1, AL2, AL3)
Das TISAX Assessment Level (AL1, AL2, AL3) legt die Prüftiefe eines TISAX-Assessments fest. Es richtet sich nach dem Schutzbedarf der zu verarbeitenden Informationen und bestimmt, ob eine Selbsteinschätzung, eine Prüfung mit Nachweisen oder ein Vor-Ort-Audit erfolgt.
↗
T,A
AL1, AL2, AL3, TISAX Prüftiefe
tisax-assessment-level
Datenschutz
datenschutz
Informationssicherheit
informationssicherheit
TOM (Technische und organisatorische Maßnahmen)
Sammelbegriff für die Schutzmaßnahmen, die ein Verantwortlicher nach Art. 32 DSGVO trifft, um personenbezogene Daten angemessen zu sichern. Technisch meint Systeme und Verfahren, organisatorisch Regeln, Rollen und Prozesse.
↗
T
Technische und organisatorische Maßnahmen, TOMs
tom
Datenschutz
datenschutz
VVT (Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten)
englisch: RoPA, Record of Processing Activities
Dokumentation aller Verarbeitungen personenbezogener Daten einer Organisation, geführt nach Art. 30 DSGVO. Es hält je Verarbeitung Zweck, Datenarten, Betroffenenkategorien, Empfänger, Löschfristen und Schutzmaßnahmen fest und ist der zentrale Nachweis der Rechenschaftspflicht.
↗
V,R
RoPA, Record of Processing Activities, Verarbeitungsverzeichnis
vvt
Informationssicherheit
informationssicherheit
wE (wichtige Einrichtung nach NIS2)
Eine wichtige Einrichtung (wE) ist eine nach dem NIS2-Umsetzungsgesetz regulierte Organisation aus einem Sektor der Anlage 1 oder Anlage 2, die mindestens 50 Beschäftigte hat oder einen Jahresumsatz und eine Bilanzsumme von jeweils mehr als 10 Mio. Euro erreicht und nicht als besonders wichtige Einrichtung gilt.
↗
W,N
wichtige Einrichtung, NIS2, important entity
we
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